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PKV / Anwartschaft

Anwartschaftsversicherung:
Ihr Rückweg in die PKV bleibt offen

Heilfürsorge, Referendariat, Elternzeit oder Auslandsjahr: Es gibt viele Gründe, warum die private Krankenversicherung bei Beamten pausiert oder erst später beginnt. Eine Anwartschaftsversicherung hält den Zugang offen – sie friert Ihren Gesundheitszustand ein und sichert auf Wunsch sogar den Beitrag Ihres heutigen Eintrittsalters. Ohne sie drohen beim späten Einstieg Gesundheitsprüfung, Zuschläge und dauerhaft höhere Beiträge.

Junge Referendarin bespricht ihre Anwartschaftsversicherung mit einer Beraterin

Kernidee

Gesundheitszustand heute einfrieren

Seufert & Diemer, MannheimVersicherungsmakler seit 1993Vergleich aus über 40 VersicherernKostenlos & unverbindlich

§ 01 — Grundlagen

Was ist eine Anwartschaftsversicherung?

Eine Anwartschaftsversicherung ist im Kern eine ruhende private Krankenversicherung. Der volle Tarif läuft nicht, Sie erhalten keine Leistungen und zahlen auch nicht den vollen Beitrag – aber Ihr Recht, später in die PKV einzusteigen oder zurückzukehren, bleibt vertraglich gesichert. Man kann sie sich als Platzhalter vorstellen: Der Versicherer hält Ihnen die Tür offen, zu Bedingungen, die zum Abschlusszeitpunkt festgeschrieben werden.

Der wichtigste Effekt betrifft die Gesundheitsprüfung. Normalerweise prüft ein privater Krankenversicherer bei jedem Antrag den aktuellen Gesundheitszustand – und jede Diagnose, die sich seit dem Berufsstart angesammelt hat, kann zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer Ablehnung führen. Mit einer Anwartschaft wird Ihr Gesundheitszustand dagegen zum Abschlussdatum eingefroren: Bei der späteren Aktivierung findet keine neue Prüfung statt. Was zwischen Abschluss und Aktivierung passiert, spielt für die Annahme in der Regel keine Rolle mehr.

Für Beamte ist das ein strategisches Werkzeug. Wer als junger, gesunder Anwärter eine Anwartschaft abschließt, konserviert genau den Zustand, den Versicherer am liebsten annehmen – und entkoppelt die spätere PKV-Entscheidung vom eigenen Gesundheitsverlauf. Wie das System aus Beihilfe und privater Krankenversicherung insgesamt funktioniert, erklärt unsere Übersicht zur privaten Krankenversicherung für Beamte.

Neben der Gesundheit gibt es einen zweiten Faktor, den eine Anwartschaft sichern kann: das Eintrittsalter. PKV-Beiträge werden unter anderem nach dem Alter beim Einstieg kalkuliert – wer mit 25 einsteigt, zahlt dauerhaft weniger als jemand, der denselben Tarif erst mit 60 beginnt. Welche Rolle das Eintrittsalter und die sogenannten Alterungsrückstellungen für den Beitrag spielen, zeigt unsere Seite zu den Kosten der PKV für Beamte. Genau an diesem Punkt trennen sich die beiden Formen der Anwartschaft – die kleine und die große.

Anwartschaft in Kürze05 Pos.
01
Zweck
PKV-Zugang offenhalten, ohne dass der volle Tarif läuft
02
Formen
Kleine Anwartschaft (Gesundheit) und große Anwartschaft (Gesundheit + Eintrittsalter)
03
Gesundheitsprüfung bei Aktivierung
Entfällt – der Zustand vom Abschlussdatum zählt
04
Typische Nutzer
Heilfürsorge-Empfänger, Referendare, Eltern in Elternzeit, Beamte im Ausland
05
Leistungen während der Anwartschaft
Keine – der Vertrag ruht

Vereinfachte Darstellung – die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Versicherer und Tarif.

§ 02 — Der Vergleich

Kleine oder große Anwartschaft: Was ist der Unterschied?

Beide Formen frieren den Gesundheitszustand ein. Der Unterschied liegt beim Eintrittsalter – und damit beim Beitrag, den Sie Jahrzehnte später zahlen. Schalten Sie um und vergleichen Sie.

Gesundheit ✓ · Alter —

Kleine Anwartschaft

Gesundheitszustand eingefroren – der Beitrag folgt später dem Alter beim Einstieg.

Gesundheit ✓ · Alter ✓

Große Anwartschaft

Beide Größen konserviert – Einstieg in der Regel zum Beitrag des ursprünglichen Eintrittsalters.

Gesundheit — · Alter —

Ohne Anwartschaft

Neue Gesundheitsprüfung, Beitrag nach dem dann erreichten Alter.

Gesundheit — · Alter ✓

Diese Kombination gibt es nicht: Das Eintrittsalter lässt sich nur zusammen mit dem Gesundheitszustand sichern.

Modell-Schalter — 02 Varianten

Umschalten, um zu sehen, was die jeweilige Form sichert – und wie sie sich schematisch auf den Beitrag im Alter auswirkt.

Kleine Anwartschaft · Gesundheitszustand einfrieren

Was ist gesichert?

Ihr Gesundheitszustand wird zum Abschlussdatum eingefroren. Bei der späteren Aktivierung des PKV-Tarifs findet keine neue Gesundheitsprüfung statt – Erkrankungen, die zwischenzeitlich auftreten, führen nicht zu Zuschlägen oder Ausschlüssen.

Wo liegt die Grenze?

Das Eintrittsalter läuft weiter: Der Beitrag richtet sich bei der Aktivierung nach dem dann erreichten Alter.

Kostenniveau:

Sehr günstig – häufig wenige Euro bis ein niedriger zweistelliger Betrag im Monat (Stand 2026, tarif- und altersabhängig).

Für wen geeignet?

Kürzere Überbrückungen mit absehbarem Ende: Referendariat mit GKV-Zwischenphase, Elternzeit, Auslandsaufenthalt oder eine vorübergehende Versicherungspflicht.

Beitragswirkung im Alter

Monatsbeitrag (schematisch)Alter beim PKV-EinstiegBeitrag nach EintrittsalterAbschluss AnwartschaftSpäterer PKV-EinstiegBeitrag nach Alter beim EinstiegGesundheit eingefroren

Schematische Darstellung ohne echte Beitragswerte. Sie zeigt nur das Prinzip: Die große Anwartschaft sichert zusätzlich zum Gesundheitszustand das Beitragsniveau des ursprünglichen Eintrittsalters, die kleine nicht.

Kleine und große Anwartschaft im Direktvergleich

Direktvergleich — Klein / Groß06 Merkmale

Wischen für alle Spalten →

MerkmalKleine AnwartschaftGroße Anwartschaft
01Gesundheitszustand eingefroren
Ja – keine neue Gesundheitsprüfung bei AktivierungJa – keine neue Gesundheitsprüfung bei Aktivierung
02Alterungsrückstellungen
Nein, werden nicht aufgebautJa, laufen während der Anwartschaft weiter
03Beitrag bei Aktivierung
Richtet sich nach dem Alter beim PKV-EinstiegIn der Regel wie zum ursprünglichen Eintrittsalter
04Monatlicher Anwartschaftsbeitrag
Sehr günstig – oft wenige Euro bis niedriger zweistelliger Betrag (Stand 2026, tarifabhängig)Spürbar höher, da Rückstellungen angespart werden (tarifabhängig)
05Typische Dauer
Monate bis wenige JahreViele Jahre bis Jahrzehnte
06Typische Situationen
Referendariat, Elternzeit, Auslandsjahr, vorübergehende VersicherungspflichtHeilfürsorge bis zur Pension (Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, Bundeswehr)

Faustregel: Je länger der Zeitraum bis zum geplanten PKV-Einstieg, desto eher lohnt sich die große Anwartschaft – denn über viele Jahre wirkt das gesicherte Eintrittsalter wie ein dauerhafter Beitragsrabatt im Ruhestand. Für kurze Überbrückungen genügt meist die kleine Form. Verbindlich sind immer die Bedingungen des jeweiligen Tarifs.

§ 03 — Typische Situationen

Für wen lohnt sich die Anwartschaftsversicherung?

Vier Konstellationen tauchen bei Beamten immer wieder auf. Jede Tafel zeigt die Ausgangslage, das Risiko ohne Anwartschaft und die passende Lösung.

Dossier — Einsatzfälle04 Positionen
POS 01

Heilfürsorge-Empfänger

meist große Anwartschaft
Ausgangslage
Polizisten, Bundespolizisten, Feuerwehrbeamte und Soldaten sind im aktiven Dienst über die Heilfürsorge versorgt – eine eigene Krankenversicherung läuft nicht.
Ohne Anwartschaft droht
Mit der Pension endet die Heilfürsorge. Wer dann ohne Anwartschaft in die PKV will, durchläuft mit über 60 eine Gesundheitsprüfung – und zahlt den Beitrag seines hohen Eintrittsalters.
Passende Lösung
Eine große Anwartschaft über die gesamte Dienstzeit: Gesundheitszustand und Beitragsniveau des jungen Eintrittsalters bleiben bis zur Pension gesichert.
POS 02

Referendare & Beamtenanwärter

meist kleine Anwartschaft
Ausgangslage
Viele Beamtenanwärter starten in der PKV, müssen aber zwischen zwei Dienstphasen – etwa nach dem Referendariat – vorübergehend in die GKV, weil eine Versicherungspflicht greift.
Ohne Anwartschaft droht
Ohne Anwartschaft ist der spätere Rückweg in die PKV eine komplette Neuaufnahme: neue Gesundheitsprüfung, mögliche Zuschläge, höheres Eintrittsalter.
Passende Lösung
Eine kleine Anwartschaft für die GKV-Zwischenphase friert den Gesundheitszustand ein – bei der Verbeamtung kehren Sie ohne neue Prüfung in den PKV-Tarif zurück.
POS 03

Elternzeit

meist kleine Anwartschaft
Ausgangslage
Wer in der Elternzeit vorübergehend gesetzlich pflichtversichert wird oder den PKV-Beitrag senken möchte, kann den Tarif je nach Versicherer ruhen lassen.
Ohne Anwartschaft droht
Kündigen Sie die PKV stattdessen komplett, gehen der eingefrorene Gesundheitszustand und je nach Konstellation auch angesparte Rückstellungen verloren.
Passende Lösung
Eine kleine Anwartschaft überbrückt die Monate der Elternzeit günstig – der Wiedereinstieg in den alten Tarif erfolgt ohne erneute Gesundheitsfragen.
POS 04

Ausland & Versicherungspflicht

je nach Dauer
Ausgangslage
Ein längerer Auslandsaufenthalt oder eine vorübergehende versicherungspflichtige Beschäftigung unterbricht die PKV – der Vollbeitrag lohnt sich in dieser Zeit oft nicht.
Ohne Anwartschaft droht
Nach der Rückkehr gilt ohne Anwartschaft: neuer Antrag, neue Gesundheitsprüfung, neues – höheres – Eintrittsalter. Zwischenzeitliche Diagnosen zählen voll.
Passende Lösung
Für kürzere Unterbrechungen reicht in der Regel die kleine Anwartschaft; bei mehrjährigen Auslandsphasen kann sich die große Form rechnen.

Für Heilfürsorge-Empfänger ist die Anwartschaft besonders drängend, weil der PKV-Einstieg hier oft Jahrzehnte in der Zukunft liegt. Wie die Versorgung im aktiven Dienst funktioniert, lesen Sie in unserer Übersicht zur Heilfürsorge für Beamte. Referendare und Anwärter, die neben der Krankenversicherung auch ihre Arbeitskraft absichern wollen, finden die Details auf der Seite zur Dienstunfähigkeitsversicherung im Referendariat.

§ 04 — Szenario aus der Praxis

Vom Bundespolizisten in die Pension – mit und ohne Anwartschaft

Ein Beispiel, das wir in der Beratung regelmäßig durchrechnen: Ein Bundespolizist tritt mit Mitte 20 in den Dienst. Während der gesamten aktiven Zeit ist er über die Heilfürsorge der Bundespolizei versorgt – eine eigene Krankenversicherung braucht er nicht, eine PKV läuft nicht. Das fühlt sich über Jahrzehnte komfortabel an, hat aber ein eingebautes Ablaufdatum: Mit der Pensionierung endet die Heilfürsorge, und an ihre Stelle tritt das System aus Beihilfe und privater Krankenversicherung.

Ohne Vorsorge steht der Beamte dann – nach 35 oder mehr Dienstjahren – zum ersten Mal vor einem PKV-Antrag. Der Versicherer prüft den Gesundheitszustand eines Anfang-60-Jährigen: Bandscheiben, Blutdruck, vielleicht ein Einsatztrauma aus den Dienstjahren. Jede dieser Diagnosen kann Zuschläge oder Ausschlüsse bedeuten, im ungünstigsten Fall eine Ablehnung. Und selbst bei glatter Annahme wird der Beitrag nach dem Eintrittsalter von über 60 kalkuliert – dauerhaft, für den gesamten Ruhestand.

Mit einer großen Anwartschaft, die früh im Dienst abgeschlossen wurde, sieht dieselbe Situation anders aus: keine Gesundheitsprüfung, weil der Zustand von Mitte 20 eingefroren ist – und ein Einstieg in der Regel zum Beitragsniveau des ursprünglichen Eintrittsalters, weil die Alterungsrückstellungen über die Jahrzehnte mit aufgebaut wurden. Wer diese Vorsorge versäumt hat und mit Vorerkrankungen vor verschlossenen Türen steht, hat unter Umständen noch die PKV-Öffnungsaktion als Auffanglösung – planbar und günstig ist der frühe Anwartschaftsabschluss aber in fast allen Fällen die bessere Route.

Gegenüberstellung03 Punkte

Dasselbe Pensionsdatum, zwei Ausgangslagen

01Gesundheitsprüfung bei Pensionierung
Mit großer Anwartschaft: Entfällt
Ohne: Voller Umfang, alle Diagnosen zählen
02Maßgebliches Eintrittsalter
Mit großer Anwartschaft: In der Regel das Abschlussalter (z. B. Mitte 20)
Ohne: Das Alter bei Antragstellung (60+)
03Planbarkeit
Mit großer Anwartschaft: Konditionen vertraglich gesichert
Ohne: Annahme und Beitrag offen

Vereinfachtes Szenario ohne konkrete Beitragswerte. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Tarif, vom Abschlusszeitpunkt und von den Bedingungen des Versicherers ab.

§ 05 — Das Risiko

Was passiert ohne Anwartschaft?

Der Verzicht auf eine Anwartschaft kostet heute nichts – das Risiko zeigt sich erst beim späten PKV-Antrag. Die Gegenüberstellung macht den Unterschied greifbar.

Mit Anwartschaft
Gesundheitsprüfung
Entfällt bei der Aktivierung – der eingefrorene Zustand vom Abschlussdatum zählt.
Zuschläge & Ausschlüsse
Für zwischenzeitlich entstandene Erkrankungen in der Regel ausgeschlossen.
Eintrittsalter
Bei der großen Form bleibt das ursprüngliche Eintrittsalter beitragswirksam erhalten.
Planungssicherheit
Der PKV-Einstieg ist vertraglich zugesichert – unabhängig vom Gesundheitsverlauf.
Ohne Anwartschaft
Gesundheitsprüfung
Voller Umfang zum Antragszeitpunkt – jede Diagnose aus den Vorjahren fließt ein.
Zuschläge & Ausschlüsse
Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse oder eine Ablehnung sind möglich.
Eintrittsalter
Es zählt das aktuelle, höhere Alter – der Beitrag fällt dauerhaft höher aus.
Planungssicherheit
Ob und zu welchen Konditionen die PKV Sie annimmt, bleibt bis zuletzt offen.

Wichtig zur Einordnung: Ob eine Anwartschaft im Einzelfall greift, hängt von den Tarifbedingungen ab – etwa davon, ob der Vertrag rechtzeitig vor der Unterbrechung geschlossen oder umgestellt wurde. Für Beamte mit bereits bestehenden Vorerkrankungen kann die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer ein alternativer Weg in die PKV sein – sie ist jedoch fristgebunden und ersetzt keine frühzeitige Anwartschaft.

§ 06 — Beitrag

Was kostet eine Anwartschaftsversicherung?

Die gute Nachricht zuerst: Die kleine Anwartschaft gehört zu den günstigsten Versicherungen überhaupt. Je nach Versicherer und zugrunde liegendem Tarif liegt der Monatsbeitrag häufig bei wenigen Euro bis zu einem niedrigen zweistelligen Betrag (Stand 2026, abhängig von Tarif und Alter). Gemessen daran, dass sie den Zugang zu einer Versicherung offenhält, deren Annahme später Tausende Euro wert sein kann, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen.

Die große Anwartschaft kostet spürbar mehr, weil ein Teil des Beitrags in die Alterungsrückstellungen fließt – also in genau das Polster, das später den Beitrag zum ursprünglichen Eintrittsalter ermöglicht. Wie hoch der Aufschlag ausfällt, hängt vom Tarif, vom Eintrittsalter und vom Umfang der Rückstellungen ab; eine pauschale Zahl wäre unseriös. Als Faustregel gilt: Je länger der Zeitraum bis zum geplanten Einstieg, desto eher amortisiert sich der höhere Beitrag über den dauerhaft günstigeren Tarif im Ruhestand.

Ob sich für Sie die kleine oder die große Form rechnet, ist am Ende eine Rechenaufgabe mit Ihren konkreten Zahlen: Alter, Dienstweg, geplanter Einstiegszeitpunkt, Tarifangebot. Genau diese Rechnung stellen wir als freier Versicherungsmakler kostenlos für Sie an – mit Konditionen aus dem Vergleich von über 40 Versicherern statt dem Angebot einer einzelnen Gesellschaft.

Merkposten

Warum der frühe Abschluss zählt

Eine Anwartschaft kann nur konservieren, was zum Abschlusszeitpunkt vorhanden ist: Wer sie mit Mitte 20 und ohne Diagnosen abschließt, friert genau diesen Idealzustand ein. Jedes Jahr Aufschub erhöht das Risiko, dass eine neue Diagnose den späteren PKV-Zugang belastet.

Deshalb prüfen wir bei Anwärtern und jungen Beamten die Anwartschaft am liebsten direkt zum Dienststart – zusammen mit der übrigen Absicherung, in einem Termin.

Beide Varianten durchrechnen lassen
Häufige Fragen

Fragen zur Anwartschaftsversicherung

01Was ist eine Anwartschaftsversicherung?

Eine Anwartschaftsversicherung ist eine Art ruhende private Krankenversicherung: Der volle PKV-Tarif läuft nicht, aber Ihr Zugangsrecht bleibt erhalten. Je nach Form wird Ihr Gesundheitszustand zum Abschlussdatum eingefroren (kleine Anwartschaft) oder es werden zusätzlich Alterungsrückstellungen aufgebaut (große Anwartschaft). Bei der späteren Aktivierung steigen Sie ohne neue Gesundheitsprüfung in den Tarif ein. Für Beamte ist das vor allem dann relevant, wenn die PKV vorübergehend nicht genutzt werden kann oder soll – etwa während der Heilfürsorge, einer GKV-Zwischenphase, der Elternzeit oder eines Auslandsaufenthalts.

02Was ist der Unterschied zwischen kleiner und großer Anwartschaft?

Die kleine Anwartschaft friert nur den Gesundheitszustand ein: Bei der Aktivierung gibt es keine neue Gesundheitsprüfung, der Beitrag richtet sich aber nach dem dann erreichten Alter. Sie kostet häufig nur wenige Euro bis einen niedrigen zweistelligen Betrag im Monat (Stand 2026, tarifabhängig). Die große Anwartschaft sichert zusätzlich das Eintrittsalter, weil während der Anwartschaftsphase Alterungsrückstellungen aufgebaut werden – der spätere Einstieg erfolgt in der Regel zum Beitrag des ursprünglichen Eintrittsalters. Dafür ist sie spürbar teurer. Faustregel: kurze Unterbrechung – kleine Form; viele Jahre bis zum Einstieg – große Form.

03Was kostet eine Anwartschaftsversicherung?

Die kleine Anwartschaft ist sehr günstig: Je nach Versicherer und zugrunde liegendem Tarif liegt der Monatsbeitrag oft nur bei wenigen Euro bis zu einem niedrigen zweistelligen Betrag (Stand 2026). Die große Anwartschaft kostet deutlich mehr, weil ein Teil des Beitrags in die Alterungsrückstellungen fließt – die genaue Höhe hängt vom Tarif, vom Eintrittsalter und vom Umfang der Rückstellungen ab. Feste Preise lassen sich seriös nicht pauschal nennen. Als freier Makler vergleichen wir die Konditionen aus über 40 Versicherern und rechnen beide Varianten kostenlos für Ihre Situation durch.

04Für wen lohnt sich eine Anwartschaftsversicherung als Beamter?

Vor allem für vier Gruppen: Heilfürsorge-Empfänger wie Polizisten, Bundespolizisten, Feuerwehrbeamte und Soldaten, die erst mit der Pension in das System aus Beihilfe und PKV wechseln; Referendare und Beamtenanwärter, die zwischen zwei Dienstphasen vorübergehend gesetzlich versicherungspflichtig werden; privat versicherte Beamte in der Elternzeit; sowie Beamte mit längerem Auslandsaufenthalt oder einer vorübergehend versicherungspflichtigen Beschäftigung. Gemeinsam ist allen Fällen: Die PKV wird unterbrochen oder verschoben – und genau diese Lücke sichert die Anwartschaft ab.

05Brauche ich als Heilfürsorge-Empfänger wirklich eine Anwartschaft?

In den meisten Fällen ist sie dringend zu empfehlen. Die Heilfürsorge endet mit der Pensionierung – als Versorgungsempfänger erhalten Sie dann Beihilfe, häufig mit einem Bemessungssatz von rund 70 Prozent, und müssen den Rest privat absichern. Ohne Anwartschaft bedeutet das: Gesundheitsprüfung mit über 60 Jahren, mögliche Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse für alle in Jahrzehnten Dienstzeit entstandenen Diagnosen und ein Beitrag nach hohem Eintrittsalter. Die große Anwartschaft löst beide Probleme, weil sie Gesundheitszustand und Beitragsniveau des jungen Abschlussalters konserviert.

06Kann ich meine PKV in der Elternzeit in eine Anwartschaft umwandeln?

Bei vielen Versicherern ja: Der laufende PKV-Vertrag lässt sich für die Dauer der Elternzeit in eine Anwartschaft umstellen, wenn Sie vorübergehend gesetzlich pflichtversichert werden oder die Kosten senken möchten. Der Vorteil gegenüber einer Kündigung: Ihr Gesundheitszustand bleibt eingefroren und Sie kehren nach der Elternzeit ohne neue Gesundheitsprüfung in Ihren alten Tarif zurück. Die genauen Bedingungen – Fristen, Umfang, Beitrag – unterscheiden sich je nach Gesellschaft. Wir prüfen kostenlos, welche Regelung Ihr Versicherer bietet und ob sich die Umstellung in Ihrem Fall rechnet.

07Was passiert, wenn ich keine Anwartschaft abschließe?

Dann ist der spätere PKV-Einstieg ein komplett neuer Antrag: Der Versicherer prüft Ihren Gesundheitszustand zum Antragszeitpunkt, kann Risikozuschläge verlangen, einzelne Leistungen ausschließen oder den Antrag ganz ablehnen. Zusätzlich gilt Ihr dann erreichtes – höheres – Eintrittsalter, was den Beitrag dauerhaft verteuert. Für Beamte mit Vorerkrankungen bleibt als Auffanglösung unter Umständen die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer mit begrenzten Zuschlägen und ohne Ablehnung; sie ist aber an Fristen und Bedingungen geknüpft und ersetzt keine vorausschauende Planung.

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Anwartschaft prüfen – kostenlos und ohne Verkaufsdruck

Klein oder groß, Umstellung oder Neuabschluss, jetzt oder zum Dienststart: Die richtige Anwartschaft ist eine individuelle Rechenaufgabe. Als freier Versicherungsmakler aus Mannheim, seit 1993 auf Beamte spezialisiert, vergleichen wir die Konditionen aus über 40 Versicherern und empfehlen nur, was zu Ihrem Dienstweg passt.

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Ablauf

So läuft die Prüfung ab

Wir klären zuerst Ihren Dienstweg: Heilfürsorge oder Beihilfe, Anwärter oder Lebenszeit, geplante Unterbrechungen. Daraus ergibt sich, ob überhaupt eine Anwartschaft nötig ist – und welche Form.

Danach vergleichen wir die Anwartschaftsbedingungen der infrage kommenden Versicherer: Beitrag, Aktivierungsregeln, Fristen und die Qualität des dahinterliegenden PKV-Tarifs – denn eine Anwartschaft ist immer nur so gut wie der Tarif, den sie sichert.

Alle Kostenangaben auf dieser Seite sind vorsichtige Orientierungsspannen (Stand 2026) und ersetzen keine individuelle Berechnung.

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